Deutscher wegen Erpressung von Online-Glücksspielanbietern zu Haftstrafe verurteilt

17.06.2011 | Veröffentlicht von: Onlinecasinoseiten.com
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Parallel zur wachsenden Bedeutung des Internetgeschäfts für den Umsatz zahlreicher Unternehmen steigt auch die potentielle Bedrohung durch Cyber-Kriminelle. Bildmaterial: © thetechherald.com

Ein Gericht in Düsseldorf hat einen Mann verurteilt, der im Vorfeld der in Südafrika stattfindenden Fußballweltmeisterschaft 2010 Geld von den Betreibern mehrerer Online-Glücksspielseiten erpresst hatte.

Insgesamt dreimal war es dem Frankfurter, zu dessen Identität keine näheren Angaben gemacht wurden, gelungen, Anbieter von Internetwetten zu erpressen. In drei weiteren Fällen war es bei dem Versuch geblieben. Er hatte damit gedroht, die Internetangebote der betroffenen Unternehmen mit verteilten Dienstblockaden (sog. distributed denial-of-service- oder kurz DDoS-Angriffen) lahmzulegen.

Einem Bericht der Deutschen Welle zufolge hatte der Erpresser für 65 Dollar pro Tag ein Botnetz angemietet und den Wettanbietern mitgeteilt, er werde den Zugriff auf ihre Webseiten während des Juli 2010 (dem Monat, in dem die Weltmeisterschaft ausgetragen wurde) verhindern, falls sie nicht zur Zahlung von 2500 Euro bereit seien.

Der Mann wurde nun zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten sowie zur Zahlung einer Entschädigung in Höhe von bis zu 350 000 Euro an die betroffenen Firmen verurteilt.

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