Erfolgreiches William Hill wehrt sich gegen britische Regierung

05.08.2012 | Veröffentlicht von: Onlinecasinoseiten.com
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Der größte Sportwetten-Anbieter im Vereinigten Königreich bietet auch Poker- und Casinospiele an. Bildmaterial: © williamhillplc.com

Schlechte Stimmung im Hause William Hill! Das in London ansässige Unternehmen ist zurzeit nicht gut zu sprechen auf die britische Regierung. Diese versucht gerade aus der Not eine Tugend zu machen, indem sie ihren Besteuerungsansatz von Online-Glücksspielen revidiert. Denn 90% der in Großbritannien wahrgenommenen Glücksspiele werden im Ausland betrieben. Dem Inselstaat entgeht damit eine Menge Geld, besteuert werden nämlich nur Glücksspielanbieter mit Sitz im Vereinigten Königreich, die damit vom Staat quasi gezwungen werden auszuwandern.

"Dies ist eindeutig unfair und kein vernünftiger Weg, um Arbeitsplätze in Großbritannien abzusichern. Also beabsichtigen wir, eine steuerliche Regelung einzuführen, die auf dem Ort der Konsumierung - dem Ort des Kunden, nicht des Unternehmens - basiert", erklärte Finanzminister George Osborne den neuen Ansatz der britischen Regierung, der ab 2014 eingeführt werden soll.

Dabei hätte William Hill anlässlich des gerade veröffentlichten Finanzberichts der ersten beiden Quartalszahlen 2012 allen Grund zum Jubeln. Ralph Topping, CEO von William Hill, erläuterte sichtlich erfeut: "Wir können in unserem Multikanalgeschäft in Großbritannien im ersten Halbjahr eine starke Leistung vorweisen - sowohl außerbörslich als auch vom Automatenverkauf her. Mit unserem Fokus auf Innovationen und Investitionen werden wir bei William Hill Online auch weiterhin herausragendes Wachstum sehen."

Und tatsächlich, erreichte William Hill im ersten Halbjahr Nettoeinnahmen von 627,8 Mio. GBP, was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg um 11% gleichkommt, fällt auch der Anteil der Nettoeinnahmen aus dem Online-Geschäft mit einem Plus im Jahresvergleich von 30% auf 198,4 Mio. GBP ausnehmend groß aus. Herausragend sind insbesondere die Ergebnisse der Sportwetten-Aktivitäten des Tochterunternehmens William Hill Online, speziell in der Sparte der mobilen Sportwetten, die im Vergleich zum selben Zeitraum in 2011 einen Umsatzanstieg von fantastischen 390% vorweisen kann.

Trotzdem beabsichtigt der britische Glücksspiel-Riese keineswegs, seine imposanten Gewinne aus dem Fenster zu werfen. Die von Osborne angedeutete neue Besteuerungspolitik würde nämlich für William Hill 15% höhere Abgaben von Verbrauchsteuern mit sich ziehen. Das Unternehmen hat bereits seine Anwälte eingeschaltet, um diese überprüfen zu lassen, inwieweit die Absichten der Regierung mit dem Europäischen Recht konform gehen.

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