Erste Glücksspiellizenzen in Schleswig-Holstein sind raus

13.05.2012 | Veröffentlicht von: Onlinecasinoseiten.com
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Die ersten Drei im Lizenz-Poker: Betfair, myBet und Oddset. Bildmaterial: © onlinecasinoseiten.com

Drei private Wettanbieter hatten am 3. Mai 2012 das große Los gezogen! Das Kieler Innenministerium wählte nach einem zweimonatigem Prüfungsprozess von 86 Bewerbern die Tochterfirmen von Betfair (Polco Ltd.), JAXX SE (myBet) sowie Nordwestlotto (Oddset) aus und stellte ihnen Sportwettlizenzen aus, die bis Ende April 2018 gültig sind. Der Andrang auf die Lizenzen ist groß. Es liegen bereits 23 weitere Anträge auf dem Schreibtisch des Innenministers und warten darauf, bearbeitet zu werden.

Die Wettanbieter werden künftig eine Steuer von 20% auf den Rohertrag in die Landeskasse einzahlen, die wiederum in erster Linie der Unterstützung des Breitensports zugute kommen sollen.

Die Aktivitäten der drei Glückspilze konzentrieren sich anfangs auf Sportwetten. Die Sparten Poker sowie Roulette, Baccarat, Blackjack und weitere Casinospiele sind bislang noch vom Angebot ausgespart, sollen aber bei der weiteren Vergabe von Glücksspiellizenzen bis zum Sommer berücksichtigt werden. Die Webseite von myBet zeigt allerdings schon jetzt, was alles möglich ist.

Matthias Dahms, CEO von JAXX SE, kommentierte den gelungenen Coup - sicherlich auch stellvertretend für die beiden anderen Gewinner - wie folgt: "Wir sind besonders stolz darauf, eine der ersten Lizenzen aus Schleswig-Holstein in den Händen zu halten. Die Bestätigung für MyBet ist ein historisches Dokument, denn sie repräsentiert eine Bewegung hin zu einer besseren Regulierung der Gaming-Branche... Schleswig-Holstein hat es als einziges Bundesland verstanden, ein europa- und verfassungsrechtskonformes Gesetz zu formulieren, das die Interessen der Spieler, der Anbieter und des Landes gleichermaßen berücksichtigt."

Die Vergabe der Lizenzen geschah unmittelbar vor der Landtagswahl und wird deshalb als Zeichen der schwarz-gelben Regierungskoalition an die Oppositionsparteien gewertet, dem bislang eingeschlagenen Weg, eine Lockerung der Regulierungen für das Glücksspiel auch gegen den Widerstand der anderen 15 Bundesländer durchzusetzen, Nachdruck zu verleihen und ihn entschlossen zu Ende zu gehen.

Doch die Rechnung ist nicht aufgegangen, denn die CDU hat bei den Wahlen ihre Mehrheit verloren und wird ihr Mandat wahrscheinlich in gut zwei Wochen ablegen müssen. Bis dahin wird es spannend sein zu sehen, wie die Koalitionsgespräche zwischen SPD, FDP, Grünen und dem Südschleswigschen Wählerverband verlaufen, denn die sind ausgewiesener Maßen strikte Gegner des neuen Glücksspielgesetzes. Es ist also möglich, dass das Gesetz bei der entsprechenden Kombination doch noch gekippt wird.

Klassischer Fall von "Hochgepokert - alles verloren"? Wir wissen es nicht, aber die Zeit wird spürbar knapp, und wir hören den Groupier bereits rufen: "Rien ne va plus!"

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