EUROPOL deckt größten Wettskandal im Fußball auf

10.02.2013 | Veröffentlicht von: Onlinecasinoseiten.com
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Von Fair-Play nichts zu sehen. Bildmaterial: © Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

In den letzten Wochen muss der normal unaufmerksame Verfolger von Online-Sportnachrichten den Eindruck erhalten haben, dass die Sportwelt der einzige Ort auf diesem Planeten sei, an dem es sich nicht lohnen würde, andere zu betrügen. Und tatächlich - Lance Armstrong fand sich bei Oprah Winfrey wieder. Herzerweichend reuig zeigte sich der siebenfache Gewinner und Verlierer der Tour de France bei Amerikas Beichmutter Nr. 1. Doch dann, nur eine Woche später, wollte Armstrong nichts mehr davon wissen, Sponsorengelder zurückzugeben etc.

Um genau solchen Possen auf europäischem Boden entgegenzuwirken, entschied sich wohl die europäische Polizeibehörde Europol bei einer Pressekonferenz am Montag dieser Woche in Den Haag dazu, mit weiteren Ergebnissen aus ihren Jahrelangen Ermittlungen ans Licht der Öffentlichkeit zu drängen. Und die Zahlen, die der Europol-Präsident Rob Wainwright zu bieten hat, sind in der Tat beeindruckend: Zwischen 2008 und 2011 wurden von Europol 380 manipulierte Spiele wahrgenommen. Bei etwa der Hälfte der 300 neuen verdächtigen Begegnungen liegen mittlerweile genügend Beweismaterial vor, dass auch diese den Weg vors Gericht machen werden.

Wohlgemerkt, die Rede ist hier nicht mehr von Kavaliersdelikten sondern Schwerstkriminalität per se. Es treten höchste professionelle, vernetzte Strukturen hervor, deren Spuren bis zu Syndikaten nach Asien führen. Es ist also kein Märchen mehr: Die asiatische Wettmafia schickt tatsächlich zwecks Manipulation von Fußballspielen Mittelsmänner und Spieler nach Europa. Die von Fifa und Uefa eingeführten Frühwarnsysteme haben ihre Wirkung verfehlt. Es stehen tiefschneidende Veränderungen in den Fußballkörperschaften bevor, so vermutet man.

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