Oberster Gerichtshof in Schweden wiegt Pokerfähigkeiten gegen Glücksargument ab

01.03.2011 | Veröffentlicht von: Onlinecasinoseiten.com

Erst kürzlich ist die anscheinend niemals endende Debatte über die Frage, ob Poker ein Spiel der Fähigkeiten oder des Zufalls ist, in eine neue Phase am schwedischen Obersten Gerichtshof gegangen.

Der Fall, welchen der Gerichtshof behandelt, beschäftigt sich mit einem 2007 stattgefundenen Texas Hold 'Em Wettkampf in Grebbestad, Schweden, an welchem 700 Spieler an mehreren Tagen um einen millionenschweren Preispott in schwedischen Kronen kämpften.

Im Jahre 2008 wurden vier der Organisatoren verurteilt, mit den schwedischen Spielgesetzen in Konflikt geraten zu sein. Zwei der vier wurden 2009 entlastet, während die anderen beiden eine Strafmilderung bekamen. Schwedens Generalanwalt hatte diese Entscheidung am Obersten Gerichtshof angefochten.

Die Frage, ob das Spiel mehr vom Können des Spielers oder vom Glück abhängt, ist wichtig für den Fall, da die Gesetze des Landes voraussetzen, dass ein Spiel in erheblichem Maße vom Zufall abhängen muss, um als illegal zu gelten.

Die Verteidiger argumentierten, dass die schiere Länge des Wettkampfes zeigen würde, dass Fähigkeiten und Urteilsvermögen eine grundlegendere Rolle für den Erfolg spielen würden, als die Zufälligkeit der ausgeteilten Karten.

Um das Fähigkeitenargument zu unterstützen, brachten die Verteidiger einen ungenannten professionellen Poker-Spieler, welcher den Richtern einen Überblick darüber gab, wie Poker gut gespielt werden kann.

Die Nachrichtenagentur TT berichtete, dass der Experte meinte, der Erfolg des Pokerns sei von "Courage, Geduld, Erfahrung, mathematischen und psychologischen Kenntnissen" abhängig. Der Zeuge sagte ebenfalls aus, dass es eine lange Zeit brauchen würde, um diese Fähigkeiten zu erlangen und dass "man niemals auslernen würde".

Ein weiterer Experte und Zeuge, Mathegenie Erik Broman, bestätigte, dass Glück schon eine Rolle spielen würde, dass "nach dem Ausgeben der ersten Karte jedoch die Fähigkeiten zählen".

Es gibt keinen Bericht darüber, wie die Richter auf diese Aussagen reagierten. Schwedische Pokerspieler hoffen, dass ein positiver Urteilsspruch eventuell zu einer Änderung der Gesetze und zu einem Abbruch der Monopolkontrolle bei Pokerwettkämpfen (aktuell durchgeführt vom staatlichen Svenska Spel) führen könnte.

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