Online-Glücksspielbranche tritt für Teufelberger ein

25.11.2012 | Veröffentlicht von: Onlinecasinoseiten.com
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Protest gegen die Verhörung einer der beiden CEOs von bwin.party. Bildmaterial: © durocher.org

Nachdem einer der beiden CEOs von bwin.party Digital Entertainment, Norbert Teufelberger, Mitte November von der belgischen Gambling Commission in Gewahrsam genommen und für zwei Stunden zur Verhörung festgehalten wurde, regte sich Protest in den Medien.

In der Financial Times, der wirtschaftsliberale Wirtschaftszeitung mit Sitz in London meldeten sich nun mittels eines Artikels von Michael Carlton, dem Firmenchef von Victor Chandler International, auch die Repräsentanten anderer renommierter Glücksspielunternehmen zu Wort - darunter Global Players wie 32Red, 888 Holdings, Betsson, bet365, Betclic Everest Group, bwin.party digital entertainment, Gamesys, Sportingbet, Stan James, William Hill und Winamax.

Chandler fragt sich stellvertretend für seine Mitstreiter, wie Teufelberger gerade in unmittelbarer Nähe zum Büro des Europäischen Parlaments festgenommen werden konnte. Für ihn stelle dies ein Symbol der ungewissen Rechtslage dar, in der sich die europäische Online-Glücksspielindustrie derzeit befinde.

Er betont zudem, dass sich das Kollektiv der Online-Glücksspielanbieter von der EU in Stich gelassen fühle. Ist es Zufall oder nicht, dass gerade diejenigen Betreiber, die zuvor die EU-Konformität der belgischen Glücksspielgesetze angezweifelt hatten, nun in die Mühlen der belgischen Regulierungsbehörden geraten? Dabei seien die Aussagen der Unternehmen deckungsgleich mit denen der Europäischen Kommission selbst.

Diese wiederum vermeidet bislang jeglichen Kommentar zu den Vorfällen um Teufelberger als auch dem Festhalten der belgischen Regierung an den umstrittenen nationalen Glücksspielgesetzen, die in den Augen vieler gegen europäisches Recht verstoßen. Es steht der Vorwurf der Schönrednerei gegen Michel Barnier, EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen im Raum. Der Kommissar müsse nun beweisen, auf welcher Seite er steht und wem er im Bemühen um einen regulierten Glücksspielmarkt Schutz auf welcher rechtlichen Grundlage gewähre: den Mitgliedsstaaten oder der Glücksspielbranche? Denn bislang käme die Tatenlosigkeit der EU-Kommission ausschließlich den EU-Mitgliedsstaaten zugute, die offensichtlich rein nationale Ziele verfolgen.

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