Schweiz vor Gesetzänderungen für Online-Glücksspiele

28.07.2013 | Veröffentlicht von: Onlinecasinoseiten.com
switzerland
Online-Glücksspiele sind in der Schweiz momentan verboten. Bildmaterial: © nationsencyclopedia.com

Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) hat diese Woche bestätigt, dass es zusammen mit Vertretern der einzelnen Schweizer Kantone neue Gesetze bezüglich Online-Glücksspiele in der Schweiz erarbeiten werde. Online-casinos.com berichtete, dass die Entscheidung einem Bericht der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) aus dem Jahre 2009 folge, der zu der Schlussfolgerung gelangte, dass das virtuelle Glücksspiel liberalisiert und der illegale Betrieb dieser Spiele, abgesehen von solchen Liberalisierungsbemühungen, durch weitere Maßnahmen effektiver eingeschränkt werden sollte.

Obwohl die Schweiz - ganz im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern - der Weltwirtschaftskrise größtenteils aus dem Weg zu gehen vermochte, leidet das Land dennoch schwer an den Erfolgen der Websites für Online-Glücksspiele. Der Bruttoerlös der 21 landgestützen Casinos in der Eidgenossenschaft sank indes im Vergleich zu 2008 um 24% - ein Rückgang, der hauptsächlich auf die schwindende Zahl der italienischen Offline-Spieler zurückzuführen ist, die sich lieber für das bequemere Online-Gaming entscheiden, anstatt das Land zu besuchen, um in physischen Casinos zu spielen.

Das Schweizer Glückspielgesetz aus dem Jahre 1998 verbietet Online-Poker und Glücksspiele, enthält jedoch keine Durchsetzungskapazitäten, was zur Folge hat, dass Schweizer Pokerspieler bislang in der Lage waren, bei allen großen internationalen Online-Glücksspielbetreibern beliebig ein- und auszugehen. Vor der neuen Gesetzgebung wurde die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft im März 2012 nach einer Volksabstimmung geändert. Damit wurde ein Rahmen für neue Glücksspielgesetze geschaffen - einschließlich der Anhebung der umsatzbezogenen Steuer auf Casinos. Diese Steuer darf nicht 80% des Bruttoerlöses aus Glücksspielen übersteigen. Die neuen Gesetzentwürfe werden in der zweiten Hälfte dieses Jahres zwecks Beratung und Bewertung zur Verfügung gestellt werden.

Mehr zu diesem Thema

Aktuelle News

News-Archiv