Zypern versucht Gesetze für Internetglücksspiel einzuführen

22.12.2010 | Veröffentlicht von: Onlinecasinoseiten.com

Die Einwohner von Zypern haben im Jahr 2006 mehr als 33 Millionen Euro im Internet verspielt, wenn man den Zahlen, die vom Kreditkartenunternehmen JCC an das House Institutions Komitee von Zypern weitergeleitet wurden, glauben möchte. Denn andere Schätzungen bewegen sich eher im Bereich um die 2,5 Milliarden Euro.

Zypern, seines Zeichens EU-Mitglied seit Mai 2004, bereitet im Augenblick ein Gesetz vor, welches zumindest ein wenig Kontrolle über das Problem des Glücksspiels gewährleisten soll – besonders unter den Jugendlichen. Ein Gesetz wurde zwar bereits im letzten Jahr an das Parlament weitergeleitet, doch es wurde von den meisten Parteien, die in diesem Prozess involviert sind, strikt abgelehnt. Darunter befand sich auch die Wettagentur OPAP.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Zypern, Nicolette Charalambidou, sagte daraufhin: „Die Direktive, die 2007 von der EU verabschiedet wurde, sagt aus, dass jegliche Einschränkungen der Internetglücksspiele verboten sind, da es die Freiheit des Marktes effektiv einschränkt.“ Sie fuhr fort: „Die Versuche anderer Länder, das Internetglücksspiel strikteren Reglementierungen zu unterwerfen, sind ebenfalls gescheitert. Das liegt daran, dass es als eine zu grobe Einschränkung des freien Marktes angesehen wurde. Wie die Dinge momentan stehen, ist es aufgrund der Gesetze der Europäischen Union sehr schwierig, das Glücksspiel im Internet zu verbieten. Die EU bietet bei diesen Reglementierungen kaum Spielraum, denn das Wohl des freien Marktes wird fast immer als gefährdet angesehen.“

Die Einführung eines Systems, welches dem der Schweiz ähnlich wäre – dort kümmert sich die Regierung um die Gutheißung verschiedener Glücksspielseiten, welche ausdrücklich anzeigen müssen, welche Reglementierungen, Schutzmaßnahmen und Steuern Glücksspieler zu beachten haben –, wurde bereits empfohlen. Das Ziel ist es dabei, minderjährige Spieler vom Spiel abzuhalten. Ganz nebenbei wird so verhindert, dass die Regierung von Zypern Geld durch verlorene Steuern einbüßt.

Aktuelle News

News-Archiv